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Aktuelle Seite: Home / PresseCenter / Pressearchiv / PresseCenter / Pressearchiv / Pressearchiv 2011 / GdW fordert: Gebührenfreies Fernsehen muss auch digital ohne Zusatzgebühren empfangbar sein

Berlin – "Das derzeitige analoge Free-TV-Angebot muss auch digital ohne Zusatzgebühren verfügbar bleiben", forderte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen anlässlich der medienpolitischen Debatte am Rande der Internationalen Funkausstellung (IFA)  in Berlin. Der Übergang von der analogen in die digitale Medienversorgung müsse besonders im Kabel verbraucherfreundlich gestaltet werden.

Die Akzeptanz digitaler Programme geht derzeit im Kabel langsamer voran, als ursprünglich erwartet. Freitag sieht dafür vor allem zwei Gründe: Zum einen sind viele Nutzer mit dem analogen Angebot überaus zufrieden. Zum anderen versuchen besonders die großen privaten Sendeanstalten - offensichtlich teilweise auch aufgrund einer finanziellen Überforderung durch private Finanzinvestoren - die technische Umstellung auf digitale Verbreitung der Programme als Vorwand für einen grundlegenden Geschäftsmodellwechsel zu nehmen: Private Sender fordern für die digitale Übertragung von bisher frei empfangbaren Programmen zusätzliche Gebühren von den Kunden. Das sei unbegründet und nicht akzeptabel. Diese kommerzielle Strategie hemme die beschleunigte Ausstattung der Haushalte mit digitalen Empfangsgeräten. "Die Sender schieben dann den Netzbetreibern und Wohnungsunternehmen den ,Schwarzen Peter' zu: Sie sollen ihren Kunden und Mietern erklären, was nicht zu erklären ist", kritisierte Freitag. Anstelle eines Mehrwerts in Form besserer und reichhaltigerer Angebote durch die leistungsfähigere digitale Verbreitung sähen sich die Verbraucher mit zusätzlichen Kosten für die gleichen, heute frei empfangbaren Programme konfrontiert. Die Folge: Digital-TV bleibt für die Mehrzahl der Mieter und Wohnungsunternehmen unattraktiv. "Die Verbraucher müssen mit einem Mehrwert für einen Umstieg in die digitale Welt überzeugt und nicht mit höheren finanziellen und administrativen Belastungen davon abgeschreckt werden", erklärte der GdW-Präsident.

Weiter forderte Freitag, auf eine Verschlüsselung digitaler Free-TV-Programme zu verzichten. Eine Verschlüsselung der Signale und damit eine zusätzliche Smart Card zur Entschlüsselung sei nur für Pay-TV-Programme notwendig und akzeptabel. Freitag kündigte an, in den nächsten Tagen Kontakt mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband sowie dem Deutschen Mieterbund aufzunehmen, um gemeinsam für eine verbraucherfreundliche Umstiegsregelung bei Politik und Sendern massiv einzutreten. 

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Katharina Burkardt

Katharina Burkardt

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