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Aktuelle Seite: Home / PresseCenter / Pressearchiv / PresseCenter / Pressearchiv / Pressearchiv 2011 / Neuer Energieeffizienzindex zeigt: Wohnungen der GdW-Unternehmen sind besonders energieeffizient

Berlin – Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat eine Studie mit bundesweiten Energiekennwerten für Heizung für das Jahr 2007 veröffentlicht. Der GdW hat für dasselbe Jahr die Energiekennwerte für Heizung und Warmwasser bei seinen rd. 3.000 Mitgliedsunternehmen ermittelt. Nur für die Beheizung - also ohne Energieverbrauch für Warmwasser - sowie klimabereinigt und damit in direkter Vergleichbarkeit  lag der durchschnittliche Energieverbrauch der GdW-Unternehmen im Jahr 2007 mit 114 kWh/(m²a) deutlich unter dem vom IWH ermittelten Durchschnitt aller Wohnungen (138 kWh/(m²a)).

"Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis", erklärte GdW-Präsident Lutz Freitag. Es sei darauf zurückzuführen, dass die GdW-Wohnungen bereits zu 60 Prozent energetisch voll- oder teilmodernisiert seien, jede dritte Wohnung wurde sogar nachträglich gedämmt. Zusätzlich wirkten sich der hohe Fernwärmeanteil und die kompakte Form der vermieteten Gebäude im Geschosswohnungsbau positiv auf den Energieverbrauch aus.

Aber er warnte auch vor einer weiteren Steigerung der staatlichen Vorgaben für die energetische Sanierung: Eine ständige Erhöhung der Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden durch die Politik sei – auch klimapolitisch – kontraproduktiv. "In der Bestandssanierung überschreiten die Anforderungen der EnEV 2009 häufig bereits die Grenze der Wirtschaftlichkeit und können so zum Investitionshemmnis werden. Am Ende verhindert so die EnEV eher Klimaschutz, als dass sie ihn fördert", erklärte der GdW-Präsident.

Der GdW empfiehlt der Bundesregierung dringend, die Auswirkungen der EnEV 2009 auf das Investitionsverhalten der Selbstnutzer und Vermieter von Wohnungen in Deutschland zu ermitteln und auszuwerten. Politisches Augenmaß sei bei der Umsetzung von Klimaschutzzielen gerade im Wohnbereich sehr wichtig, weil immer höhere Anforderungen zu erheblichen Steigerungen bei der Kaltmiete führten, die durch die nur geringfügige Senkung der warmen Betriebskosten über viele Jahre auch nicht annähernd ausgeglichen würden. Entgegen dem in der Politik immer wieder fälschlich behaupteten besonders dringenden Handlungsbedarf bei den Immobilien, sei die Beheizung des Wohnungsbestandes nur für 15 Prozent des CO2-Ausstoßes in Deutschland verantwortlich.

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Katharina Burkardt

Katharina Burkardt

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