Aktuelle Seite: Home / PresseCenter / Pressearchiv / PresseCenter / Pressearchiv / Pressearchiv 2011 / GdW und BMVBS rufen zur Teilnahme am Wettbewerb „Großwohnsiedlungen“ auf

"Die Energieeffizienz eines einzelnen Gebäudes kann leicht verbessert werden. Ungleich schwerer ist es, ein ganzes Quartier zu verbessern. Dafür sind umfassende Konzepte für die Koordinierung einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen notwendig. Die Entwicklung dieser Konzepte fördern wir mit unserem Wettbewerb 'Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen'", sagte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee.
Bis zum 29. Mai können Konzepte eingereicht werden, wie die Siedlung unter energetischen, sozialen, wohnungswirtschaftlichen und demografischen Aspekten verbessert werden kann. Alle Teilnehmer erhalten einen Zuschuss zur Erarbeitung dieses Konzeptes. Je nach Größe der Siedlung gibt es zwischen 30.000 und 75.000 Euro. Als Preis winkt ein Finanzierungszuschuss zur Realisierung des Konzeptes: Es werden fünf erste Preise in Höhe von 100.000 Euro vergeben, bis zu zehn zweite Preise zu jeweils 75.000 Euro und bis zu 20 dritte Preise zu je 50.000 Euro. Antragsberechtigt sind Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Wohneigentümergesellschaften und freiwillige Zusammenschlüsse von Wohneigentümergemeinschaften. "Dieser Wettbewerb macht den Wohnungsbestand in Deutschland zukunftsfähig. Großwohnsiedlungen sind ein ausgezeichnetes Pilotprojekt für unseren quartiersbezogenen Ansatz. Sie sind für die soziale Stadt von großer Bedeutung, zudem ist der Nachholbedarf im Bereich der Energieeinsparung hier besonders groß", so Tiefensee.
Der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Lutz Freitag, unterstützt den Wettbewerb: "Das Interesse unserer Wohnungsunternehmen an der energetischen Sanierung und Modernisierung ganzer Quartiere ist groß. Investitionen in integrierte Konzepte für Großsiedlungen einzubinden, ist besonders wirtschaftlich und effektiv. Allerdings erfordern sie auch erhebliche Investitionssummen. Als eindrucksvolles Beispiel für ein ganzheitliches Vorgehen, wie es der Wettbewerb anstrebt, kann die geplante umfassende Modernisierung des 'Märkischen Viertels' durch die GESOBAU in Berlin gelten."
Das Märkische Viertel ist ein Beispiel dafür, wie - initiiert durch ein Wohnungsunternehmen - die ganzheitliche Erneuerung einer Großwohnsiedlung gemeinsam mit vielen Partnern angegangen werden kann. Dieser Ansatz stand Pate für den vom BMVBS ausgelobten Wettbewerb. "Der GdW engagiert sich sehr dafür, dass sich möglichst viele Wohnungsunternehmen am Wettbewerb beteiligen. In der vielfältigen Wettbewerbs-Landschaft gibt es keinen weiteren Wettbewerb, der sich so zielgerichtet an die Wohnungsunternehmen richtet und der so fokussiert die Aufmerksamkeit auf einen gesellschaftlich bedeutsamen, weil für die Wohnraumversorgung - auch und gerade in der Zukunft - sehr wichtigen, Siedlungstyp lenkt", so Freitag.
Die Bundesregierung hatte mit dem ersten Konjunkturpaket im November die Mittel für die energetische Gebäudesanierung um 3 Milliarden aufgestockt. Allein 1,5 Milliarden stehen für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm zur Verfügung. Aus diesem Paket sind Mittel für die Sanierung von Großwohnsiedlungen ab etwa 1000 Wohnungen vorgesehen.
Die Teilnahmebekundungen für den Wettbewerb sind bis zum 27. Februar 2009 beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung einzureichen an: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .