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Herausragende Beispiele sozialen Engagements mit Preisen ausgezeichnet – Wohnungswirtschaft stark vertreten

 

Berlin – Bei der Preisverleihung zum Wettbewerb "Preis Soziale Stadt 2008" wurden heute in Berlin zehn herausragende Beispiele sozialen Engagements mit einem Preis und elf weitere Initiativen mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

In vielen Städten gibt es Stadtteile, in denen sich Probleme häufen und die in den Medien oftmals mit Schlagworten wie „Armut, Hoffnungslosigkeit und Vandalismus" in Verbindung gebracht werden. Gleichzeitig gibt es aber auch zahlreiche Initiativen, die sich für eine erfolgreiche Integration, bessere Bildungschancen und für ein lebendiges Miteinander in diesen Quartieren einsetzen. Bürgerinnen und Bürger, Wohlfahrtsverbände und Institutionen, Stadtverwaltungen und Wohnungsunternehmen, Ladenbesitzer und Vereine können viel für diese Stadtteile errei­chen, wenn sie ihre Kräfte bündeln. Dies hat der Wettbewerb „Preis Soziale Stadt 2008" eindrucksvoll bewiesen.

Mit dem Wettbewerb werden gute Beispiele für die erfolgreiche Arbeit in den benachteiligten Stadtteilen bekannt gemacht, um so ihre „Nachahmer" zu finden. Insgesamt wurden 173 Beiträge aus der gesamten Bundesrepublik eingereicht. Die von der Fachjury ausgezeichneten Akteure haben sich ganz unterschiedlichen Heraus­forderungen und Themenfeldern angenommen:

  • junge Menschen und Familien,
  • das Wohnen im Stadtteil,
  • die Entwicklung von Quartieren und
  • die Förderung der Integration

standen unter anderem im Mittelpunkt der preisgekrönten Aktivitäten.

Der Wettbewerb wurde bereits zum fünften Mal ausgelobt und ist eine Gemeinschaftsinitia­tive unterschiedlicher Einrichtungen. Träger sind der AWO Bundesverband, der Deutsche Städtetag, der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft Berlin, die Schader-Stiftung und der vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Unterstützt wurde der Wettbewerb durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Die Auslober bekräftigten im Rahmen der Preisverleihung noch einmal die Möglichkeiten und Chancen – aber auch die Erforderlichkeit eines stetigen und gemeinsamen Engagements vieler helfender Hände, um den Bewohnern der benachteiligten Stadtteile dauerhaft neue Perspektiven eröffnen zu können.

Besonders erfreulich war aus Sicht des GdW, dass die von ihm und seinen Regionalverbänden vertretene Wohnungswirtschaft mit ca. 30 eingereichten Projekten am Wettbewerb ebenso angemessen vertreten war, wie bei den Auszeichnungen: zwei der 10 Preise sowie eine der elf Anerkennungen gehen direkt an Wohnungsunternehmen, an mehreren weiteren Preisen und Anerkennungen waren Wohnungsunternehmen als Kooperationspartner maßgeblich mitbeteiligt. Folgende Auszeichnungen gehen unmittelbar an Wohnungsunternehmen.

 Nachbarschaftliches Wohnen in Kamen: Preis für die Wohnungsbaugenossenschaft Lünen eG

Die Jury würdigt die Konsequenz, mit der die Lünener Wohnungsbaugenossenschaft ein Wohnungsneubauprojekt als soziales Konzept gemeinsam mit vielen Partnern konzipiert und konkret gestaltet hat. Die frühzeitige Auswahl und Einbindung der zukünftigen Bewohner in die Projektentwicklung hat die Identifikation mit der Wohnanlage gestärkt und bewirkt, dass sich stabile Nachbarschaften mit hohem Selbsthilfepotenzial gebildet haben. Ein gestaffeltes Angebot von Dienstleistungen ermöglicht komfortables Wohnen mit Versorgungssicherheit zum fairen Preis – und zwar ohne staatliche Förderung. Die Mieter können auch bei steigendem Hilfebedarf und nachlassender Mobilität in ihren Wohnungen verbleiben. Ein beispielhaftes Vorhaben, das verallgemeinerbar und deshalb für die Wohnungswirtschaft von besonderem Interesse ist.

 Soziale Stadt Neu–Ulm: Preis für die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Neu-Ulm

Das städtische Wohnungsunternehmen hat in ihrem Beitrag überzeugend dargestellt, dass sie sich in großer thematischer Vielfalt den Erfordernissen der Sozialen Stadt stellt und dass soziales Engagement in den Nachbarschaften ein Grundpfeiler ihrer Unternehmensstrategie ist. Am Beispiel des Stadtteils Vorfeld wurde die ganze Bandbreite des Engagements geschildert, die von behutsamen und kostengünstigen baulichen Maßnahmen bis hin zur aktiven Unterstützung von Initiativen der Mieterinnen und Mieter reicht.

 Wohnliches Stetten Süd: Anerkennung für die Wohnbau Lörrach

Mit vereinten Kräften haben die städtische Wohnungsbaugesellschaft und ihre Projektpartner erreicht, aus einem hoch stigmatisierten Neubaugebiet einen „angesagten" offenen Stadtteil zu formen. Die sozial verantwortungsvolle Umwandlung der „Konkursmasse" eines privaten Investors in ein dauerhaft nachgefragtes Wohnungsangebot, gepaart mit Engagement in der Gemeinwesenarbeit für den sozialen Zusammenhalt des Stadtteils als Ganzes, wurde von der Jury gewürdigt als übertragbarer Beitrag der an einer nachhaltigen Vermietbarkeit ihrer Bestände orientierten Wohnungswirtschaft zur Sozialen Stadt. 

Näheres zu den prämierten Projekten und zu den jeweiligen Ansprechpartnern können Sie in den beigefügten Übersichten!

Übersicht der Preise  ,  Ansprechpartner

vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.
Geschäftsstelle des Wettbewerbs „Preis Soziale Stadt 2008"
Tel: 030 39 04/3-25/ -26 E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Pressekontakt

Katharina Burkardt

Katharina Burkardt

Pressesprecherin

Tel.: 030 82403-151

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