Aktuelle Seite: Home / PresseCenter / Pressearchiv / 2010 / BSI appelliert an die Bundesregierung, den energiepolitischen Worten wohnungspolitische Taten folgen zu lassen

Berlin - Die Auswirkungen des geplanten Energiekonzepts der Bundesregierung auf die Immobilienwirtschaft spielten in der heutigen Parlamentsdebatte um den Haushalt des Bundesministeriums Verkehr, Bau, Stadtentwicklung keine Rolle. „Bedauerlicherweise stand der Verkehr im Vordergrund der Debatte und nicht die geplanten Einschnitte im CO2-Gebäudesanierungsprogramm", kommentierte Jens-Ulrich Kießling, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des Immobilienverband IVD, die qualitative und quantitative Gewichtung in der aktuellen haushaltspolitischen Debatte.
Die Kürzung der Programmmittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm stehe in krassem Widerspruch zu der im Energiekonzept der Bundesregierung formulierten Vision, alle neu entstehenden und bereits bestehenden Gebäude innerhalb der nächsten 40 Jahre auf einen CO2-freien Verbrauch umzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, wären Investitionen in Höhe von 2,6 Billionen Euro allein im Wohnungsbereich erforderlich.
Die BSI appelliert deshalb an Bundesminister Ramsauer, sich im Zuge der weiteren Haushaltsplanungen für den Ausbau der Fördermittel auf hohem Niveau einzusetzen. „Die positiven Signale der letzten Tage aus dem Bundesbauministerium zeigen der Immobilienwirtschaft, dass das letzte Wort hierzu noch nicht gesprochen ist. Wir bauen auf ein Einlenken auch seitens des Bundesfinanzministeriums", so Kießling. Mit den in den Haushaltsplan eingestellten Mitteln für das CO2-Gebäudessanierungsprogramm in Höhe von rund 437 Mio. Euro lasse sich die bisherige Sanierungsquote von einem Prozent nicht halten, geschweige denn ausbauen. Um das zu erreichen, seien 5 Mrd. Euro jährlich notwendig.