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Aktuelle Seite: Home / PresseCenter / Pressearchiv / 2010 / GdW: "Sparen bei der Erneuerung der Städte ist wider alle Vernunft" - Haushaltsberatung zum Einzelplan 12 im Deutschen Bundestag

Berlin – Anlässlich der heutigen Haushaltsberatungen zum Einzelplan 12 forderte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, die Mitglieder des deutschen Bundestages auf, die drastischen Kürzungen zurückzunehmen. Bedeutsame gesellschaftliche und politische Themen wie Integration, demographischer Wandel und Klimaschutz stellen große Herausforderungen an die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Die Bewältigung dieser Aufgaben liege im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger, werde aber angesichts der geplanten Kürzungen kaum noch leistbar sein, so Freitag. Die enttäuschende Rede von Bundesminister Ramsauer im Deutschen Bundestag hat einmal mehr gezeigt: Dem Ministerium ist Verkehr wichtiger als Städtebau", so Freitag. Dies werde zulasten der Wohn- und Lebensqualität in den urbanen Regionen gehen.

 

Städtebauförderung: "Sparen bei der Erneuerung der Städte ist wider alle ökonomische und soziale Vernunft"

Eine Halbierung der Mittel für die Städtebauförderung auf 305 Mio. Euro in 2011 hätte dramatische Wirkungen auf den Zustand der Städte und Wohnquartiere in Deutschland und würde darüber zu einem erheblichen Rückgang der Investitionen führen und würde gerade das lokale Handwerk negativ beeinflussen", erklärte Lutz Freitag. Dringend erforderliche neue Maßnahmen zur Stabilisierung und Entwicklung von Stadtquartieren könnten nicht mehr begonnen werden und laufende Projekte müssten auf die lange Bank geschoben werden. "Es drohen Stillstand der Entwicklung und mittelfristig Verfall in unseren Städten", erklärte Freitag. Wer mit öffentlichen Geldern sparsam umgehen muss, ist auf privates Kapital und private Investitionen angewiesen. Genau dieses private Engagement wird durch die Städtebauförderung in großem Maße mobilisiert. Sie ist im Übrigen auch keine Subvention, sondern die finanzielle Beteiligung des Staates bei der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben: Die Entwicklung der Städte - mit immensen investiven Anstoßeffekten. So stößt ein Euro an Städtebaufördermitteln weitere 8,5 Euro bei privaten und öffentlichen Investitionen an. "Die Kürzungen bei diesem Programm müssen umgehend zurückgenommen werden", forderte Freitag." Sparen bei der Erneuerung der Städte ist wider alle ökonomische und soziale Vernunft." Der GdW hatte im Vorfeld der Haushaltsberatungen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sowie alle Mitglieder des Deutschen Bundestages angeschrieben und  ihnen die große Bedeutung und die positiven gesellschaftlichen und ökonomischen Wirkungen des Programmes detailliert erläutert.  

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