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PresseCenter / Pressearchiv / PresseCenter / Pressearchiv / Pressearchiv 2011 / Altersgerechter Umbau ist unverzichtbar – KfW-Programm muss fortgeführt werden

Berlin - "Der altersgerechte Umbau von Wohnimmobilien ist angesichts der demografischen Entwicklung eine zentrale Aufgabe", sagte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, anlässlich des Demografiekongresses "Zukunftsforum Langes Leben" in Berlin.

"Der Wohnungsbestand muss zwingend an die zukünftigen Herausforderungen der Gesellschaft angepasst werden – daran führt kein Weg vorbei."

Laut der jüngsten Studie "Wohnen im Alter" des Kuratoriums deutsche Altershilfe (KDA) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gibt es kurzfristig einen Mehrbedarf von 2,5 Millionen altersgerechten Wohnungen. Bis 2020 wird dieser Bedarf sogar auf circa drei Millionen steigen. Bis zum Jahr 2050 dürfte sich die Zahl der über 80-Jährigen auf gut zehn Millionen Menschen fast verdreifachen. Bundesweit leben nach der aktuellen Studie des Bauministeriums nur etwa eine halbe Million Seniorenhaushalte in Deutschland in barrierearmen oder barrierefreien Wohnungen.

"Die Versorgung mit bedarfsgerechtem Wohnraum und sozialen Dienstleistungen zu bezahlbaren Mieten wird gerade angesichts schlechterer Einkommensverhältnisse der künftigen älteren Generationen zur zentralen Aufgabe werden", erklärte Gedaschko. "Wir werden den Staat und insbesondere die Pflegekassen massiv überfordern, wenn wir den Menschen nicht das gewährleisten können, was sie wollen, nämlich länger als bisher in den eigenen vier Wänden zu leben. Die Alternative, die teure Heimunterbringung, kann sich unsere Gesellschaft zudem schlichtweg nicht leisten."

Der GdW fordert die Bundesregierung vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag auf, die erforderlichen Bundesmittel für das KfW-Förderprogramm "Altersgerecht Umbauen" auch in Zukunft bereitzustellen und dieses Programm auf hohem Niveau festzuschreiben. Bis jetzt sieht der aktuelle Haushaltsplan für 2012 keinerlei Mittel mehr für dieses Programm vor. Es sollen nur noch die in den vergangenen Jahren bereitgestellten Budgets abgewickelt werden. "Wir würden auch eine Kombination mit den energetischen Programmen der KfW begrüßen", erklärte Gedaschko. So könne beiden wichtigen Herausforderungen – Klimaschutz und Demografie – sinnvoll Rechnung getragen werden.

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Katharina Burkardt

Katharina Burkardt

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