Aktuelle Seite: Home / PresseCenter / Pressemeldungen / PresseCenter / Pressearchiv / Pressearchiv 2012 / Einigung zur Energieeffizienzrichtlinie der EU - Aufatmen bei der Immobilienwirtschaft

Berlin – Die Immobilienwirtschaft atmet auf. Mit der in der Nacht zu Donnerstag erreichten Einigung über die Energieeffizienzrichtlinie ist die Sorge vor Zwangssanierungen vom Tisch. Die Verhandlungspartner haben sich in den Trilogverhandlungen darauf geeinigt, eine Sanierungsquote von drei Prozent vorzugeben, diese aber nur verbindlich für Gebäude der Zentralregierung vorzuschreiben.
„Gerade jetzt wo die Immobilienwirtschaft immer wieder vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen steht, hätte eine stärkere Verbindlichkeit der Sanierungsquote jegliches wirtschaftliches Handeln der Wohnungswirtschaft untergraben. Wir sind froh, dass wir weiterhin unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeitsaspekten, technologieoffen und innovativ zum Erreichen der Energie- und Klimaziele beitragen können“ kommentiert Axel Gedaschko, Vorsitzender der BSI Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft und Präsident des GdW Bundesverbandes den erzielten Kompromiss.
Unklar bleibt weiter, inwiefern zukünftig für die langfristige Senkung des Energieverbrauchs auch bereits geleistete Investitionen in die Gebäudeenergieeffizienz angerechnet werden. Außerdem sollen die Mitgliedstaaten Strategien entwickeln, um Investitionen in die Sanierung von öffentlichen und privaten Gewerbe- und Wohngebäuden zu erhöhen. Diese sollen konkrete Maßnahmen beinhalten um umfassende Sanierungen anzuregen, aber auch um kostenoptimale Ansätze für die Gebäudesanierung zu entwickeln. So appelliert die BSI auch an die Bundesregierung: „Wir dürfen uns den Weg nicht versperren, durch kleine Maßnahmen viel erreichen zu können“, so Gedaschko.
Die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft vertritt bundesweit und auf europäischer Ebene die Interessen von sieben immobilienwirtschaftlichen Spitzenverbänden. BFW, GdW, IVD, DDIV und BVI bewirtschaften rund 12 Mio. Wohneinheiten und verwalten weitere rund 250.000 Gewerbeeinheiten. Der vdp steht für 56 Prozent der gewerblichen und 30 Prozent der Wohnimmobilien-Finanzierung, der VGF für mehr als drei Viertel des Marktes der Anbieter geschlossener Fonds. Die BSI steht damit für nahezu die Hälfte aller Mietverhältnisse in Deutschland. Weitere Informationen über die BSI finden Sie im Internet unter www.bsi-web.de.