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Bei einer Förderung von einem Euro im Rahmen der Städtebauförderung werden durchschnittlich 7,1 Euro in einem Fördergebiet investiert. So lautet das Ergebnis desGutachtens "Wachstums- und Beschäftigungswirkungen des Investitionspaktes im Vergleich zur Städtebauförderung" der Universität Wuppertal und des Consulting-Unternehmens DIW econ, das vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlicht wurde. Erstmals wurden einzelne Teilprogramme der Städtebauförderung differenziert untersucht und programmspezifische Wirkungen ermittelt.
Mit dem Resultat eines durchschnittlichen Multiplikators von 7,1 werden tendenziell die Ergebnisse früherer Studien bestätigt. Das Ergebnis ist umso beeindruckender, weil sich die ermittelten Effekte nur auf die unmittelbare Umsetzungsphase der Städtebauförderung beziehen. Längerfristige positive Folgen aus der städtebaulichen Entwicklung der Gebiete oder gesamtstädtische Wirkungen konnten nicht einbezogen werden. Alle 75 untersuchten Fallstudien zeigen, dass sich der integrierte, gebietsbezogene Ansatz der Städtebauförderung mit einer Konzentration der öffentlichen Mittel bewährt habe, so die Autoren der Studie.
Neu und aufschlussreich sind die Ergebnisse hinsichtlich der Hebelwirkung der einzelnen Teilprogramme der Städtebauförderung. "Ein überdurchschnittlicher Bündelungseffekt ergab sich für die Programme Städtebauliche Sanierungs-und Entwicklungsmaßnahmen und Soziale Stadt", so die Gutachter. "Dies unterstreicht den Erfolg der Programme, die ausdrücklich auf einen integrierten und gebündelten Einsatz öffentlicher Mittel in den Programmgebieten abzielen. Ein weit überdurchschnittlicher Anstoßeffekt wurde für die Stadtumbau-Programme (Ost und West) ermittelt. Dieser Befund belegt die positive Signalwirkung der Städtebauförderung, die mit ihren Investitionen in die technische und soziale Infrastruktur erhebliche privatwirtschaftliche Investitionen nach sich zieht."
Auffällig sei vor allem der Umfang der privaten Investitionen, die durch Stadtumbau West-Fördermittel angestoßen würden. Mit einem Wert von 7,6 liegt der Effekt weit über dem durchschnittlichen Wert (4,5) aller Städtebauförderprogramme. Die ermittelten sehr hohen Anstoßeffekte zeigen, dass vor allem die Handlungsschwerpunkte Brachflächenrevitalisierung und Anpassung von Wohnstandorten sehr gut zur Aktivierung von privatem Kapital geeignet seien.
Weitere Informationen und die vollständigen Gutachten zum downloaden finden Sie im Extranet.