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Kurzinhalt:
Die Bundesregierung hat den Sachverständigenrat durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beauftragt, eine Expertise über Demografie und Wachstumspotenziale, speziell im Hinblick auf Arbeitsmärkte, Güter- und Finanzmärkte zu erstellen. Die vorliegende Arbeit ist der Abschlussbericht des Sachverständigenrates.
Ausgangspunkt der Studie ist die Charakterisierung des demografischen Wandels. Fakten und Projektionen der demografischen Entwicklung sind weitgehend unstrittig. Die Bevölkerung in Deutschland altert und wird zahlenmäßig stark zurückgehen. An diesem prinzipiellen Befund ändern die beträchtlichen Unsicherheiten bei der Bevölkerungsvorausberechnung nichts.
Der Aufbau der Expertise beleuchtet die Aspekte der Auswirkungen des demografischen Wandels. Zunächst liefert das zweite Kapitel mit aktuellen Daten, Erkenntnissen und Projektionen die Grundlage für eine Analyse des demografischen Wandels in Deutschland und setzt die nationalen Entwicklungen in den internationalen Kontext. Die zu erwartende demografische Entwicklung in Deutschland ist charakterisiert durch den Rückgang der Bevölkerungszahl, deren Alterung und die Trägheit der ablaufenden demografischen Prozesse. Die demografischen Entwicklungen dürften bis zum Jahr 2060, dem in dieser Expertise gewählten Analysehorizont, weitgehend unaufhaltsam sein und nicht im erheblichen Maße durch Gegensteuern abgeschwächt werden können.
Das dritte Kapitel widmet sich zum einen den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Gütermärkte, auf denen sich die Struktur der Nachfrageseite in den kommenden Jahrzehnten deutlich verändern wird und somit einen hohen Anpassungsdruck auf der Angebotsseite induziert. Zum anderen nimmt dieses Kapitel die Vermögensmärkte ins Blickfeld, bei denen sich aufgrund der im Lebensverlauf recht unterschiedlichen Entscheidungen beim Aufbau und späteren Abbau von Vermögensbeständen in einer alternden Gesellschaft spürbare Verschiebungen ergeben dürften.
Das vierte Kapitel wendet sich dem Arbeitsmarkt zu, der bei allen Überlegungen zum demografischen Wandel im Mittelpunkt steht. Der Rückgang des Arbeitsangebots in den kommenden Jahrzehnten dürfte sowohl auf die Höhe der Lohneinkommen und auf die Einkommensprofile der Arbeitnehmer als auch auf ihre Beschäftigungsaussichten starken Einfluss aus üben. Dabei wird es von entscheidender Bedeutung sein, ob gängige Hypothesen von einer rückläufigen Produktivität älterer Arbeitnehmer tatsächlich zutreffen. Das fünfte Kapitel greift die Erkenntnisse über die wahrscheinlichen Veränderungen auf den Faktor- und Gütermärkten im Zuge des demografischen Wandels auf und bettet sie in eine Diskussion der künftigen Wachstumsaussichten der deutschen Volkswirtschaft ein. Neben der Wirtschaftsleistung insgesamt steht die Wirtschaftsleistung je Einwohner im Mittelpunkt des Interesses. Zusätzlich zu einer mittelfristigen Projektion der Wachstumsaussichten, die von Verhaltensänderungen abstrahiert, wird eine langfristige Projektion bis zum Jahr 2060 vorgenommen, die zentrale Verhaltensänderungen der Akteure berücksichtigt. Dabei spielt neben den Veränderungen in der Größe und Struktur der Erwerbsbevölkerung der Offenheitsgrad der Volkswirtschaft eine erhebliche Rolle. Das sechste Kapitel verwertet die vorangegangenen Analysen, um die langfristige Solidität der öffentlichen Finanzen in Deutschland zu überprüfen. Eine derartige Tragfähigkeitsanalyse zeigt, inwieweit die demografische Entwicklung über die bereits explizit ausgewiesene Schuldenstandsquote hinaus die öffentlichen Haushalte zusätzlich belastet und welche Maßnahmen geeignet sind, dem entgegenzuwirken.
Weitere Informationen und die vollständigen Gutachten zum downloaden finden Sie im Extranet.