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10/2011 - Prognos AG
Abschlussbericht

Autoren:

Bearbeiter der Studie:

  • Dr. Michael Böhmer
  • Nils Thamling
  • Dr. Andreas Kemmler
  • Markus Hoch

Im Auftrag von:

  • BAK Bundesarchitektenkammer e.V.
  • BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.
  • BDB Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V.
  • GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
  • Haus & Grund Deutschland
  • VPB Verband Privater Bauherren e.V.
  • DGfM Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V.

Kurzinhalt:

Die Prognos-Studie „Volkswirtschaftliche Bewertung der EnEV 2009" untersucht anhand von Musterhäusern sowohl einzelwirtschaftliche Fragen einer Fortschreibung der EnEV, als auch Szenarien für gesamtwirtschaftliche Auswirkungen. Die Studie beschränkt sich bei der Untersuchung von einzelwirtschaftlichen Effekten auf die Ebene der energetisch bedingten Zusatzinvestitionen beim Neubau, da für den Bestand bereits mehrere Studien vorliegen. Die Studie kommt zu folgenden Schlussfolgerungen:

Die Effizienzanforderungen des Ordnungsrechts an den Neubau korrespondieren bislang gut mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung. Die EnEV 2009 scheint unter rein energetischem Gesichtspunkt und unter aktuellen Bedingungen dem wirtschaftlichen Optimum recht nahe zu kommen. Die weitere Fortschreibung des Ordnungsrechts ist für den Neubau aktuell nicht wirtschaftlich darstellbar.

Das Ordnungsrecht stößt angesichts der Heterogenität des Bestands und mit Blick auf das Wirtschaftlichkeitsgebot an seine Grenzen.

Für die Wohnungswirtschaft steht die Refinanzierbarkeit von Investitionen aus der Nettokaltmiete an vorderster Stelle. Für die privaten Bauherren stellen Liquiditätsprobleme und mögliche Restriktionen bei Fremdfinanzierungen die größten Hemmnisse dar. Vor diesem Hintergrund besteht die Gefahr, dass vom Ordnungsrecht getriebene Investitionsvorgaben die Neubauraten reduzieren, sofern diese nicht in ein geeignetes Gesamtpaket energie- und klimapolitischer Instrumente eingebettet werden, welches insbesondere auch attraktive finanzielle Fördermöglichkeiten beinhaltet.

Die Anhebung der Neubau- und der Sanierungstätigkeit auf das zur Zielerreichung notwendige Niveau ist mit positiven volkswirtschaftlichen Effekten verbunden. Um das politische Ziel einer höheren Neubau- und Sanierungstätigkeit zu erreichen, bedarf es verbesserter Anreizinstrumente.

Eine weitere Verschärfung der Anforderungen erscheint mit Blick auf die Klimaschutzziele zwar mittelfristig geboten. Dieser sollte jedoch mit Blick auf mögliche negative Auswirkungen auf die immobilienwirtschaftliche Bau- und Sanierungstätigkeit insgesamt bewertet werden und kann nur bei entsprechender Wirtschaftlichkeit erfolgen.

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