Pressecenter

PresseCenter / Pressearchiv / 2016 / Integrationspreis 2017 ausgelobt: Machen Sie mit und melden Sie Ihr Projekt beim Wettbewerb an!

Berlin – Zum ersten Mal loben der Deutsche Städtetag, der AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, der vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung und der Deutsche Mieterbund gemeinsam den bundesweiten Wettbewerb zum „Integrationspreis 2017“ aus. Er findet unter dem Motto „Zusammenleben mit neuen Nachbarn“ mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit statt. Bis zum 23. Januar 2017 können Akteure Projekte einreichen, die beispielhaft zeigen, wie die Integration von Zuwanderern in Nachbarschaften und Wohnquartieren gefördert werden kann.Logo Integrationspreis

Die Zuwanderung stellt eine große Herausforderung für das Zusammenleben in den Städten und Gemeinden dar. Mit dem Wettbewerb zum Integrationspreis 2017 wollen die Auslober des bekannten Preis Soziale Stadt besondere Leistungen bei der Integration von Zuwanderern in Nachbarschaften und Wohnquartieren gewürdigt werden. Für die Integration der vielen zugewanderten Menschen aus Krisengebieten spielt das Zusammenleben in den Wohnquartieren eine entscheidende Rolle. Die Wohnung und ihr Umfeld, die Begegnung und der Austausch mit den Nachbarn sowie die Kontakte in Kitas, Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder Begegnungsstätten sind elementare Voraussetzungen dafür, dass sich Einheimische und Zugewanderte respektvoll wahrnehmen, miteinander statt nur nebeneinander im gleichen Quartier leben und Integration überhaupt erst beginnen kann.

Der Wettbewerb zeigt anhand guter Beispiele öffentlichkeitswirksam auf, dass erfolgreiche Integration im Quartier beginnt. Gemeinsam müssen Kommunen, Wohnungseigentümer, soziale Träger und bürgerschaftliche Initiativen in den Wohnquartieren die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Ausgrenzung vermieden und Integration unterstützt wird. Dabei dürfen vorhandene Nachbarschaften nicht überfordert werden.

Um welche Inhalte geht es?

Der Wettbewerb richtet sich an Projekte, die das Thema „Wohnquartier und Nachbarschaft“ mit dem Thema „Zuwanderung“ verbinden. Eine unabhängige Jury vergibt zwei Preise in den Kategorien:

  • Netzwerke: Innovative Projekte der Kooperation von Kommunen, sozialen Trägern, Bildungseinrichtungen, bürgerschaftlichen Initiativen und Wohnungswirtschaft – Vorhaben mit ausgeprägtem Netzwerkcharakter 
  • Nachbarschaften: Innovative Projekte von Wohnungsunternehmen, Einzeleigentümern, Mieterinnen und Mietern sowie anderen Engagierten, die das Zusammenleben von neuen und vorhandenen Nachbarn unterstützen.

Für jeden Preis können bis zu fünf Projekte nominiert werden. Auszeichnungswürdig sind Aktivitäten und Projekte, die

  • Unterkunft mit Lösungen schaffen, die nachhaltig sind und die Integration von Zuwanderern in vorhandene Wohnquartiere unterstützen,
  • im Wohnumfeld Möglichkeiten der Begegnung verbessern,
  • bürgerschaftliches Engagement bei der Integration von Zuwanderern im Quartier unterstützen,
  • das Zusammenleben von neuen und alten Nachbarn fördern,
  • den Zugang zu Bildung und Betreuung  im Quartier für Zuwanderer verbessern,
  • Arbeit im Quartier für Zuwanderer schaffen.

 Wer kann teilnehmen?

Um den Preis können sich Projekte bewerben, deren Anliegen die Integration von Zuwanderern[1] in vorhandene Nachbarschaften, Stadtteile und Wohnquartiere ist. Sie müssen die Planungsphase überwunden haben. Der Integrationspreis ist offen für alle Projekte und Akteure. Er richtet sich sowohl an Bürger- und Bewohnergruppen im Quartier, z.B. Gewerbetreibende, Schulklassen, Organisatoren von Begegnungsstätten, als auch an die klassischen Handlungsträger der Stadtentwicklung wie Kommunen, Wohnungsunternehmen, Sanierungsträger, private Investoren oder freie Wohlfahrtspflege. Der Wettbewerb ist nicht auf die Gebiete des Programms „Soziale Stadt“ beschränkt. Initiativen außerhalb der Fördergebiete werden ausdrücklich zur Teilnahme ermutigt. Bewerben können sich Projekte jeder Art, kleinteilige Initiativen sozialen und nachbarschaftlichen Engagements genauso wie große, komplexe Quartiersprojekte, Projekte aus kleineren Gemeinden wie auch aus Städten jeder Größe.

Der Integrationspreis 2017 wird am Dienstag, den 13. Juni 2017, im Rahmen des Nationalen Stadtentwicklungskongresses verliehen.

Die Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis Montag, den 23. Januar 2017 an die Geschäftsstelle des Wettbewerbs:

vhw - Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V.
Fritschestraße 27/28
10585 Berlin

Telefon: 030 390473-130

Die Wettbewerbsunterlagen können Sie auf der Website des Preis Soziale Stadt www.preis-soziale-stadt.de/integrationspreis sowie in Kürze unter www.gdw.de abrufen.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.


[1] Die Begriffe Zuwanderer, Einwanderer, Migranten, Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge verwenden wir synonym.