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PresseCenter / Pressearchiv / 2016 / Teilen statt besitzen: „Sharing-Trend“ hat in der Wohnungswirtschaft Tradition

Berlin – „Mein, dein, unser: Der Trend des Teilens, gemeinsamen Nutzens von Serviceangeboten sowie die Organisation gemeinschaftlicher Aktivitäten hat in der Wohnungswirtschaft Tradition und gewinnt immer mehr an Bedeutung“, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, zum Ergebnisbericht „Share Economy in der Wohnungswirtschaft“ auf Basis einer Befragung von rund 2.000 Wohnungsunternehmen. „Zudem wächst aktuell eine Generation heran, die mit einer internetbasierten Organisation des Zusammenlebens sehr vertraut ist. Für die Wohnungswirtschaft und die Gesellschaft insgesamt hat der ‚Sharing-Trend‘ positive Effekte: Nachbarschaften vor Ort werden durch gemeinsame Aktivitäten gestärkt und bezahlbares Wohnen insbesondere für einkommensschwache Haushalte unterstützt“, so Gedaschko.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Nachhaltige Konsummodelle der Share Economy in der Wohnungswirtschaft“ (KoSEWo) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erforschen die Fachhochschule Erfurt und die Bergische Universität Wuppertal Entwicklungen, Potenziale und zukünftige Trends von Share-Economy Angeboten und Innovationsprozessen in der Wohnungswirtschaft. Dazu wurden im Frühjahr 2016 die in den Regionalverbänden des GdW organisierten Wohnungsunternehmen nach dem Ist-Zustand befragt. Die Ergebnisse der bundesweiten Online-Befragung wurden jetzt veröffentlicht.

Die Auswertung ergab, dass mit 71 Prozent ein hoher Anteil der befragten Wohnungsunternehmen Mieter- und Gemeinschaftsgärten sowie dazugehörige Infrastruktur anbietet. Relativ weit verbreitet sind mit gut 62 Prozent auch verschiedene Formen von Veranstaltungs- und Gemeinschaftsräumen und gemeinschaftliche Wohnformen (51,7 Prozent) sowie innovative Mobilitätsangebote (51,1 Prozent) wie E-Car-Sharing oder E-Bike-Verleih.

Der Trend des Teilens, gemeinsamen Nutzens sowie die Organisation gemeinschaftlicher Aktivitäten sind in der Wohnungswirtschaft bereits seit langem etabliert. Dabei werden nicht nur jüngere Zielgruppen angesprochen. Laut Aussagen der Wohnungsunternehmen richten sich die Angebote in den Quartieren vermehrt an ältere Bewohner und Familien. Insbesondere einkommensschwache Haushalte können durch entsprechende Angebote die eigenen Kosten reduzieren.

Den vollständigen Ergebnisbericht finden Sie hier.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.