Wohnen und Stadt

Wohnen für ein langes Leben

Zwei Entwicklungen kennzeichnen die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Zum einen wird die Zahl der Einwohner bis 2050 weiter deutlich sinken. Zum anderen verschieben sich die Bevölkerungsgewichte zu den älteren Jahrgängen. Die Altersgruppe der über 65-Jährigen wächst dabei bis zum Jahr 2040 sowohl absolut als auch anteilmäßig beträchtlich. Alle übrigen Altersjahrgänge nehmen zahlenmäßig ab.

So wird sich die Zahl der über 80-Jährigen von heute 3,7 Millionen bis zum Jahr 2050 auf gut zehn Millionen Menschen etwa verdreifachen. Der Anteil der Hochbetagten (80 Jahre und älter) beträgt dann nicht mehr ein knappes Viertel, sondern gut 40 %. Gleichzeitig werden die Altersgruppen der unter 50-Jährigen rund ein Drittel ihrer ursprünglichen Stärke einbüßen.

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Digitale und bezahlbare Lösungen für den Klimaschutz im Gebäudesektor standen im Mittelpunkt des parlamentarischen Abends zu dem die Wirtschaftsinitiative Smart Living im Dezember 2019 in Berlin geladen hat. Rund 80 gaste aus Politik und Wirtschaft kamen.
Es wurde klar, auf dem Weg zum klimaneutralen Wohnen sind alle Akteure gefragt. Zwar gewinnen digitale Systeme immer mehr an Bedeutung, doch das Potenzial ist bei weitem nicht ausgeschöpft.

Zwischen 15% bis 30% der Wärmeenergie können durch digitale Gebäudeenergielösungen gespart werden. Damit kann Smart Living einen großen Beitrag zur Energiewende und zum Erreichen des Klimaschutzplans 2050 beitragen. Die vielfältigen Speicherungsmöglichkeiten sind dabei ein Thema. Die Möglichkeiten der Stromerzeugung bieten Chancen, aber auch neue Herausforderungen.

Auch in der abschließenden Podiumsdiskussion mit Mitglieder des deutschen Bundestags wurde die Notwendigkeit eines Gesamtkonzepts deutlich. So müssten auch die Anwender stärker für die Vorteile von Smart Living sensibilisiert werden.
Ingeborg Esser, Vorsitzende des Strategiekreises der Wirtschaftsinitiative Smart Living sieht die Möglichkeit, mit Energiemanagementsysteme im Gebäudesektor bis zu 7,5 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 einzusparen.

Dazu jedoch braucht es noch weitere Maßnahmen:

"Wir brauchen eine vernünftige Zuschussförderung, vergleichbar mit der der für Selbstnutzer in den Gebäuden. Wir brauchen eine Umlagefähigkeit der laufenden Kosten, die diese Technologie auslöst und auch eine kleine Nachbesserung im GEG (Gebäudeenergiegesetz), damit wir eben auch diese Gebäudeautomation und die Mehrwerte, die wir daraus schöpfen im Hinblick auf CO2 nutzen können."

Für den Lebensalltag der Menschen, besonders aber für die Älteren, haben das kommunale und das lokale Umfeld eine besondere Bedeutung. Die Infrastruktur und die sozialen Netzwerke vor Ort bestimmen maßgeblich die Qualität des Lebens im Alter mit. Dabei geht es vor allem um die gesundheitliche Versorgung, pflegerische Versorgung sowie Wohnen und Wohnumfeld. Das ist ein wesentliches Ergebnis des im November 2016 veröffentlichten 7. Altenberichts der Bundesregierung "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften". Der Bericht zeigt auf, was die Politik auf lokaler Ebene tun kann, um für alle Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen.

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Ansprechpartner zum Thema

Dr. Claus Wedemeier

Dr. Claus Wedemeier

Tel.: 030 82403-155

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